was jeder tun kann

„Wo die Not der Welt deine Begabungen kreuzt, dort liegt deine Berufung“

Dieser Satz von Aristoteles bekommt in diesen Tagen vielleicht noch mehr Bedeutung als sonst.

Berufung wird oft sehr bedeutungsvoll verstanden im Sinne von Gsamtausrichtung des Lebensweges oder der Berufswahl. Es kann aber auch so ausgelegt werden, dass eine der vielen Kompetenzen, die jede(r) von uns hat, in manchen Momenten einfach gefragt ist. Hier ist der Schnittpunkt, wo der Sinn des Augenblicks verwirklicht wird. Hier kreuzt sich Not und Berufung.

Wir alle haben Fähigkeiten, die wir in der jetzigen Situation einbringen können, um die Welt um uns ein bisschen lebenswerter und bunter zu machen.

Ein paar Beispiele

  • Soziale Kontakte über Telekommunikation pflegen, die beleben und die Vereinsamung hintanhalten
  • Wertschätzende Worte den vielen Einsatzkräften gegenüber, aber auch inner halb der eigenen Familie
  • Dem Nachbarn eine kleine Freude bereiten, zB etwas Selbstgekochtes oder einen selbstgebackenen Kuchen vor die Türe stellen
  • die kleinen Onlinegeschäfte unterstützen anstatt bei amazon zu bestellen. Sogar Einkaufen kann helfen
  • und tausend andere kleine Handlungen

Es geht nicht um „große, bedeutsame“ Aktivitäten, an die wir uns letztlich nicht heranwagen. Nein, es kommt auf die kleinen Aufmerksamkeiten und Handungen an und da kann jede(r) etwas beitragen.

So werden wir alle derzeit herausgefordert, in dieser völlig neuen Situation unser Bestes in uns wachzurufen und unser Kreativität Raum zu geben. Dann kann auch in diesen Tagen Freude und Dankbarkeit ihren Raum finden und erlebbar werden.

Mag. Emmi Ott